Die Poetin/Dichterin

Ja – seit einiger Zeit befasse ich mich mit der Dichtkunst und möchte Ihnen meine Verse  vorstellen:


Teestunde

Ich hole den Tee aus dem Schranke.
Danach begebe ich mich ohne zagen,
dafür aber mit Wohlbehagen, oben in die Küche.
Den Kessel lasse ich voll Wasser laufen
und setze ihn dann aufs Gas,
damit das Wasser bald koche.
Der Tee wandert in das Sieb
wo er geduldig wartet auf das Wasser.
Die Teekanne hält geduldig das Sieb, in dem sich der Tee befindet.
Das Wasser kocht und sprudelt,
jetzt bekommt der Tee sein Wasser.
Hat der Tee nach Belieben gezogen,
steige ich wieder hinunter in die unteren Gefilde.
Mit Becher, Kandis, Löffel und Kerzen,
damit es gemütlich wird hier unten im Keller.
Das Zimmer wird verdunkelt,
nicht nur zum Munkeln.
Kerzen werden angezündet und leise Musik zur Untermalung angemacht.
Schnell den heißen Tee aufs Stövchen,
damit er später auch noch wohl schmecke.
Wie ist dies herrlich friedlich.
Ein besinnliches Stündchen mit Tee und Kerzenschein.


 

Wie schön!

Es kommt die Zeit der Sinnlichkeit,
der Schau nach innen zu sich selbst.
Die Zeit des Erntens ist nun bald vorbei.
Die Welt bleibt jetzt draußen.
Sich zurückziehen, genießen,
ein Kuscheln auf dem Sofa unter einer Wolldecke.
Der Fernseher und das Radio bleiben stumm.
Ein schönes Buch und ein Kräutertee.
Die Gewürze und Kräuter wärmen und lassen die Gedanken und die Fantasie
wandern in unglaubliche Geschichten, Länder und Abenteuer.
... sich fühlen wie Ophelia, die am Ufer Blumen und Kräuter pflückt
wie Rosmarin und Fenchel.
... sich fühlen wie  auf einem Markt in Indien …
... nur das Buch und der Kräutertee ...
alles andere bleibt draußen
WIE SCHÖN!


 

Die edle Rose

Du bist so schön,
so lieblich, so schlank.
Du kannst einen betören,
aber auch zerstören.
Du bist edel.
Dein Duft raubt einem die Sinne.
Warum bist du so schwer zu erhaschen?
Erkaufen kann ich dich,
aber in Freiheit verletze ich mich an dir.
Was so herrlich blüht darf Stacheln haben.
Was wäre eine Rose ohne Stacheln?
Ein jeder würde sie erhaschen!